Warum die symptothermale Methode (NFP)
funktioniert

NFP steht für "Natürliche Familienplanung". Man spricht deswegen von dem Begriff "symptothermal", weil dabei der Zervixschleim (-sympto) oder der Muttermund und zusätzlich die Aufwachtemperatur (-termal) beobachtet wird. Um zu verstehen warum das alles funktioniert, muss man sich zuerst einmal das weibliche Zyklusgeschehen genauer anschauen.

Regel1

Der weibliche Zyklus

Den weiblichen Zyklus kann man in zwei Phasen aufteilen. Die Phase vor und nach dem Eisprung.

Vor dem Eisprung herrscht das Hormon Östrogen vor. Ein länger erhöhter Östrogenspiegel, ist das Signal nun auch das LH-Hormon auszuschütten. Hierdurch wird der Eisprung ausgelöst. Während dieser Phase ist die morgendliche Basaltemperatur niedriger. Der Zervixschleim entwickelt sich von einer weißlichen und klebrigen Konsistenz hin zu einer klaren eiweißartigen Struktur. Je spinnbarer der Zervixschleim ist, desto näher steht der Eisprung bevor.

Nach dem Eisprung sorgt neben dem Östrogen das Hormon Progesteron dafür, dass sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnisten könnte. Durch das Progesteron steigt auch die morgendliche Basaltemperatur um 0.2-0.5°C an. Wurde die Eizelle nicht befruchtet, bleibt die Temperatur so lange erhöht, bis der nächste Zyklus beginnt. Die Konsistenz des Zervixschleims verschlechtert sich in der Phase nach dem Eisprung wieder und sieht aus wie am Anfang des Zyklus.

Eine Eizelle ist nur 12-24 Stunden lang befruchtungsfähig, am Tag des Eisprungs (Ovulation) und einen Tag danach. Wird die Eizelle in dieser kurzen Phase nicht befruchtet stirbt sie ab und wird ausgeschieden, sodass im nächsten Zyklus eine neue Eizelle heran reifen kann.

nfp erklärt

Die symptothermale Methode (NFP)

Die symptothermale Methode (NFP) übersetzt das Wissen über die biologischen Vorgänge im Zyklus einer Frau in ein Regelwerk zur Bestimmung der Fruchtbarkeit. Durch die Beobachtung der Basaltemperatur (Aufwachtemperatur) und der Zervixschleimqualität kann so die fruchtbare und unfruchtbare Phase des Zyklus bestimmt werden. Daraus entsteht die Möglichkeit, in jeder Lebensphase ein völlig neues Körperbewusstsein zu entwickeln. NEOME hilft dabei, schwanger zu werden oder Fruchtbarkeit gemeinsam hormonfrei zu leben. Anwenderinnen wissen, wann ihr Eisprung ist und können deswegen die Chancen auf eine natürliche Befruchtung erhöhen. Wissenschaftlich wird die Zuverlässigkeit der symptothermalen Methode (NFP) von dem Forscherteam der Sektion Natürliche Fertilität" begleitet.

Was macht die symptothermale Methode (NFP) so sicher?

Diese natürliche Methode funktioniert nach dem Prinzip der doppelten Kontrolle. Zur Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage im Zyklus werden immer zwei Körpersignale gleichzeitig benötigt. Entweder die Temperatur und die Zervixschleimqualität oder die Temperatur und die Beschaffenheit des Muttermundes. Erst wenn das Regelwerk beide Körpersignale unabhängig von einander ausgewertet hat, kann die unruchtbare Phase im Zyklus bestimmt werden. Reine Temperaturmethoden sind dagegen anfälliger für falsche Auswertungsergebnisse, da die Basaltemperatur z.B. durch einen Umgebungswechsel, Krankheit oder das Schlafpensum beeinflusst werden kann.

Wie wird ein Zyklus ausgewertet?

Bei jeder individuellen Zyklusauswertung kommt ein komplexes Regelwerk zum Einsatz. Es besteht aus zahlreichen Regeln und Sonderregeln und ist eine Wissenschaft für sich. NEOME hat diese Regeln in einen Algorithmus übersetzt und sagt dir welche Tage in deinem Zyklus fruchtbar oder unfruchtbar sind.

Was passiert bei vergessenen Eingaben?

Vergisst du einmal deine Temperatur, die Zervixschleimqualität (oder die Beschaffenheit des Muttermundes) einzutragen, dauert es im schlimmsten Fall einen Tag länger, bis die unfruchtbare Phase nach dem Eisprung bestimmt werden kann. Dein Zyklus ist deswegen aber nicht komplett durcheinander, sondern kann weiter ausgewertet werden.



Zyklusauswertung Hochlage Tieflage

Das Regelwerk der symptothermalen Methode (NFP)

NEOME wertet deinen Zyklus automatisch nach dem Regelwerk der symptothermalen Methode (NFP) aus. Die Methode wird in dem Buch "Natürlich & sicher - Das Praxisbuch: Familienplanung mit Sensiplan", herausgegeben von Malteser Deutschland gGmbH, genau beschrieben. Die Zyklusauswertung durch NEOME erspart dir nicht nur viel Zeit, sondern auch den Druck jede Regel auswendig kennen zu müssen. Der Algorithmus bezieht nur die Werte ein, die von dir tatsächlich eingegeben wurden.

Regel1

Regel 1
Zyklusbeginn

Unfruchtbarkeit am Zyklusanfang wird nur angenommen, wenn im Zyklus davor eine auswertbare Temperaturhochlage dokumentiert wurde. Sie endet sofort mit dem Auftreten von Zervixschleim oder einem “feucht” Empfinden. Wird der Muttermund beobachtet endet die unfruchtbare Zeit am Zyklusbeginn, sobald sich eine Veränderung der Beschaffenheit feststellen lässt.

Sonderregel1

Sonderregel 1
Minus-20-Regel

Für alle Neuanwenderinnen der Methode gilt diese Regel, sofern ein Menstruationskalender über die letzten 12 Zyklen geführt wurde aus dem die Länge der einzelnen Zyklen hervor geht. Hierzu musst die Länge jedes einzelnen Zyklus der letzten zwölf Monate zählen und den kürzesten Zyklus bestimmen. Zyklusbeginn war immer der erste Tag der normalstarken Blutung, während der letzte Tag einen Tag vor der nächsten Blutung war. Vom kürzesten Zyklus werden dann 20 abgezogen, um den letzten unfruchtbaren Tag am Zyklusanfang zu bestimmen. Auch hier gilt sobald Zervixschleim oder das Empfinden “feucht” auftritt muss Fruchtbarkeit angenommen werden. Sollten sich durch Regel 2 weniger unfruchtbare Tage ergeben ersetzt sie die Sonderregel für alle folgenden Zyklen.

Ausnahmeregel 2

Ausnahmeregel 2
Temperatur

Fällt einer der 3 höheren Messwerte auf oder unter den Wert der 6 voran gegangenen Werte, wird dieser nicht berücksichtigt und statt dessen ein weiterer Tag abgewartet. Ausnahmeregel 1 und 2 dürfen nicht kombiniert werden.

Temperaturanstieg
Regel 7

Regel 7
Nach dem Eisprung

Die unfruchtbare zweite Zyklushälfte beginnt am Folgetag nachdem alle Temperaturregeln & alle Zervixschleim- oder Muttermundregeln erfüllt worden sind. Die einzelnen Körpersignale (Temperatur & Zervixschleim / Temperatur & Muttermund) kontrollieren sich gegenseitig. Ist die Temperatur zum Beispiel einmal an mehreren Tagen hinter einander von Störfaktoren beeinflusst, dann beginnt die unfruchtbare Zeit dennoch erst bei Erfüllung der Zervixschleimregeln (Muttermundregeln).

Muttermund
Minus-8-Regel

Regel 2
Minus-8-Regel

Man betrachtet die letzten zwölf, mit der symptothermalen Methode, aufgezeichneten Zyklen und bestimmt den frühesten Zyklustag des Temperaturanstieges. Von diesem frühesten Tag werden 8 Tage abgezogen, um den letzten unfruchtbaren Tag am Zyklusbeginn zu bestimmen.

Regel 4

Regel 4
Temperatur

Dein Eisprung hat statt gefunden, sobald drei aufeinander folgende Messwerte höher sind, als der höchste Wert der sechs voran gegangenen Tage. Der dritte höhere Messwert muss 0.2°C höher sein.

Temperaturanstieg
Regel 5

Regel 5
Zervixschleim

Die unfruchtbare Zervixschleimphase beginnt, wenn auf einen Tag mit der individuelle besten Zervixschleimqualität, drei Tage mit schlechterer Qualität gefolgt sind

Temperaturanstieg
Sonderregel 3

Sonderregel 3
Zervixschleim

Wird nach dem Erfüllen der Regeln für die Zervixschleimanalyse, aber noch bevor alle Temperaturregeln eingehalten wurden, wieder die Zervixschleimqualität “S+” festgestellt, muss die Zervixschleimanalyse erneut beginnen.

Regel 3

Regel 3
5-Tage-Regel

An den ersten 5 Tagen im Zyklus herrscht Unfruchtbarkeit, solange kein Zervixschleim beobachtet wird, oder das Empfinden “feucht” bemerkt wird. Tritt dann im Laufe der folgenden Zyklen ein Temperaturanstieg am Zyklustag 12 oder früher auf, greift Regel 2 und die unfruchtbare Zeit am Zyklusanfang verkürzt sich entsprechend für die folgenden Zyklen. Innerhalb des ersten Zyklus, in dem die symptothermale Methode NFP das erste Mal angewendet wird, muss Fruchtbarkeit von Anfang an angenommen werden, da nicht sicher ist, dass im Zyklus zuvor eine Temperaturhochlage feststellbar war.

Ausnahmeregel 1

Ausnahmeregel 1
Temperatur

Ist der 3. der drei höheren Werte nicht 0.2°C höher wird ein weiterer Tag abgewartet. Sobald dieser weitere Tag über der Hilfslinie liegt sind alle Temperaturregeln erfüllt.

Ausnahmeregel 1
Sonderregel 2

Sonderregel 2
Zervixschleim

Wird innerhalb der 3 Tage mit schlechterer Zervixschleimqualität wieder eine bessere Qualität festgestellt beginnt die Suche nach dem Zervixschleimhöhepunkt von Neuem.

Sonderregel 2
Regel 6

Regel 6
Muttermund

Die Muttermundregel ist dann erfüllt, sobald auf einen weichen und geöffneten Muttermund drei Tage folgen, an denen er hart und geschlossen ist.

Regel 6

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